Urlaubsfotos mal anders: Zerteilte Bilder erstellen

In meinem letzten Beitrag hatte ich über das Rumkugeln in Photoshop berichtet; möchte ich euch heute zeigen, wie ihr aus einem Foto viele kleine zaubert, oder anders gesagt: Wie ihr zerteilte Bilder erstellen könnt. Im Prinzip lassen sich hierfür alle Motive verwenden, allerdings würde ich von Aufnahmen mit vielen Details oder Gruppenfotos abraten, da diese im „zerschnittenen“ Zustand nicht mehr gut aussehen.

Für zerteilte Bilder eignen sich zum Beispiel sehr gut schöne Landschaftsmotive; für mein Tutorial ich habe wieder ein Strandbild rausgesucht.

Schritt 1: Das Bild „zerschneiden“
1-slice-werkzeug

Nachdem ich das Bild in Photoshop geöffnet habe, wähle ich das Slice-Werkzeug aus. Als erstes ziehe ich mit dem Slice-Werkzeug einen Rahmen über das gesamte Bild auf. Mit Rechtsklick auf das Bild kann ich die Funktion „Slice unterteilen“ auswählen. Bei horizontal und vertikal unterteilen gebe ich jeweils den Wert 3 ein. Das Foto wird dadurch in Neun Bereiche aufgeteilt.

Schritt 2: Bilder abspeichern2-bilder-exportieren

Als nächstes müssen die Slices als einzelne Bilder abgespeichert werden. Über Datei Exportieren Für Web speichern erstellt Photoshop einen Ordner, der alle neun Bilder enthält.

Schritt 3: Kontaktabzug erstellen3-kontaktabzug-erstellen

Die erstellten Bilder müssen nun in richtiger Reihenfolge in einem neuen Dokument platziert werden. Damit ich nicht jedes Bild einzeln platzieren muss, verwende ich die Funktion Kontaktabzug (Datei Automatisieren Kontaktabzug II). Im oberen Bereich (Quellbilder) kann der Ordner mit den zu verwendenden Bildern ausgewählt werden. Bei der Rubrik Miniaturen kann eingestellt werden, wie viele Bilder in einer Spalte und einer Zeile platziert werden sollen;  hier gebe ich jeweils den Wert 3 ein. Photoshop platziert nun automatisiert die Bilder. Kleiner Nachteil: Photoshop reduziert dabei alle Bilder auf eine Ebene, dieser Schritt muss rückgängig gemacht werden, damit die Bilder einzeln bearbeitet werden können. Hier ist das Protokoll sehr hilfreich (Ansicht Protokoll). Im Protokoll werden alle Arbeitsschritte gespeichert, durch das Anklicken eines früheren Schrittes werden die darauffolgenden deaktiviert (siehe Screenshots).

Schritt 4: Bilder transformieren
4-bilder-transfomieren

Nachdem die Bilder platziert worden sind, müssen sie noch ausgerichtet werden, dafür verwende ich das „Transformieren-Werkzeug“. Die Bilder sollten dabei nicht zu stark geneigt werden, da sonst der Gesamteindruck verloren gehen würde. Gleichmäßige Abstände zwischen den einzelnen Bildern führen ebenfalls zu einem optisch schöneren Ergebnis.

Schritt 5: Die Effekte

Im letzten Schritt bekommen die Bilder noch ein paar Effekte. Durch einen Doppelklick auf eine Ebene lassen sich die Ebenenstile öffnen. Als erstes erzeuge ich eine Kontur, hier verwende ich Weiß und eine Konturgröße von 2 px. Danach bekommen die Bilder einen leichten Schlagschatten (Einstellungen siehe Screenshot), hier gilt: weniger ist mehr.
6-fertiges-bild

Zerteilte Bilder – mein Fazit:

Ein wirklich schöner Effekt, der aber wie gesagt bei Bildern mit wenigen Details am besten wirkt.  Aber grade bei solchen weniger komplexen Motiven ist es eine willkommene Abwechslung zur „normalen“ Darstellung der Bilder. Auch hier gelangt man, wie beim Kugeleffekt, mit simplen Einstellungen zum Ergebnis. Also einfach mal ausprobieren – wir sehen uns zum nächsten Tutorial wieder!

Anja Brüggemann

Seit August 2013 gehöre ich zum AhlersHeinel-Team. Nicht nur auf beruflicher Ebene interessiere ich mich für Gestaltung und Design – auch privat bin ich der Kunst und Kreativität verfallen. Ich male sehr gern mit Ölfarben, außerdem tanze ich Ballett.

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