Parallax-Animation: Bilder in der zweieinhalbten Dimension

Die „zweieinhalbte Dimension“?  Klingt seltsam und ist seltsam auszusprechen – macht aber hoffentlich neugierig auf mein heutiges Thema: Die Parallax-Animation. Worum es dabei geht? Ganz einfach: Ein normales, zweidimensionales Bild wird durch das Animieren einzelner, isolierter Elemente scheinbar zum Leben erweckt. Ein ähnlicher Effekt also, wie man ihn aus dem Web kennt, wenn Webseiten durch unterschiedliche Scrollgeschwindigkeit einzelner Elemente eine räumliche Tiefe bekommen (man spricht hier vom „Parallax-Scrolling“).

Doch zurück zur Parallax-Animation. Die Bildauswahl hängt vor allem von zwei Faktoren ab. Erstens muss das Bild für eine Animation geeignet sein; heißt: Es sollten mehrere Elemente darauf zu sehen sein, die sich in verschiedenen Ebenen darstellen lassen. Zweiter Faktor: Das eigene Können. Als Anfänger ist man sicher gut beraten, wenn man ein Bild mit einigermaßen schlichtem Hintergrund wählt, der einfach zu retuschieren ist. Günstig natürlich auch, wenn die Elemente, die animiert werden sollen, relativ unkompliziert freigestellt werden können. Mit ein bisschen Routine kann man sich dann bei der Motivwahl auch größeren Herausforderungen stellen.

ursprung

Erster Schritt bei der Parallax-Animation: Man überlegt sich, welche Elemente des Bildes denn überhaupt animiert werden sollen. Und so gehts dann weiter:

    • Mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Adobe Photoshop oder der kostenlosen Variante Gimp die einzelnen Elemente frei stellen
    • Entstandene „Löcher“ im Hintergrund mit dem Kopierstempel wieder auffüllen. Das kann bei größeren Elementen manchmal ein wenig knifflig werden; allerdings ist hier auch keine hundertprozentige Präzision nötig – das Hauptaugenmerk liegt später ohnehin auf den animierten Elementen.

photoshop

    • Die Montage mit den einzelnen Ebenen abspeichern und in ein Animationsprogramm importieren, zum Beispiel  Adobe After Effects.

after-effects

    • Zum Schluss mit Hilfe einer virtuellen Kamera und  durch Verschieben der einzelnen Elemente in der Tiefe  das Bild zum Leben erwecken.

Durch die Tiefenschärfe der virtuellen Kamera bei einer Kamerafahrt wirken die eigentlich flachen Elemente plötzlich „dreidimensional“. Es entsteht der Eindruck, dass man sich in das Bild hineinbewegt. Hier könnt ihr euch ein Video ansehen, dass alleine von diesem Effekt lebt:

Tobias Anke

Meine Wege führten mich 2012 zu AhlersHeinel und seitdem pendele ich jeden Tag aus der „Provinz“ in die Lortzingstr.1 um mich hier um das Design der tollsten Printprodukte für unsere Kunden zu kümmern. Zum Abschalten in der Freizeit bin ich am liebsten im Weserbergland mit dem Motorrad unterwegs oder am Wochenende auch gerne mal auf Autocross-Rennen in Norddeutschland zu sehen.

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