Breakdance – Akrobatik statt Gewalt

azubis@ahlersheinel

Ich war ungefähr 12 Jahre alt, als ich am Tag der deutschen Einheit mit meiner Familie und ein paar Verwandten in Berlin war. Natürlich besichtigten wir auch das Wahrzeichen Berlins, das Brandenburger Tor. Und genau dort hatte ich meine erste Begegnung mit Breakdance: Auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor führten einige Jugendliche eine Streetdance-Show auf, gefüllt mit erstaunlichen, akrobatischen Elementen. Ich war total beeindruckt und wollte gar nicht mehr aufhören zuzusehen.

Break dancing

Wieder zu Hause angekommen, informierte ich mich dann, ob es in meiner Nähe Tanzschulen gibt, die Breakdance unterrichten. Leider ist Breakdance, obwohl es solch eine beeindruckende Tanzart ist, vor allem in Kleinstädten lang nicht so verbreitet wie andere Tanzarten. Ich hatte jedoch das Glück auf eine Gruppe in einem Jugendcenter zu stoßen, mit der ich fortan mit zwei Freunden zusammen trainierte. Seitdem ist das Tanzen eine große Leidenschaft von mir geworden. Und auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder längere Pausen eingelegt habe, ist sie nie erloschen.

Aber woher kommt Breakdance überhaupt?

Breakdance entstand in den frühen 1970er Jahren als Teil der HipHop-Bewegung in New York. Es stellte eine friedliche Alternative zur Gewalt zwischen Straßengangs dar. Anstatt sich gewalttätig gegenüber zu stehen, konnten sich Rivalen in sogenannten Tanzbattles messen. Die ursprüngliche Bezeichnung war B-Boying, von der sich die noch heute verwendeten Bezeichnungen „B-Boys“ und „B-Girls“ für Breakdance-Tänzer und Tänzerinnen ableiten. Unterteilt wird Breakdance in vier verschiedene Arten von „Moves“: Top Rocks, bei denen man im Stehen tanzt, Footworks, die am Boden ausgeführt werden, Freezes, bei denen man in einer bestimmten Pose wie „eingefroren“ verharrt und zu guter Letzt Powermoves, zu denen rotierende Bewegungen zählen, bei denen man sich um die eigene Achse dreht.

New York City Manhattan skyline in sunset.

Wettbewerbe und Tanzbattles gehörten schon immer zum Breakdance. Obwohl es weitaus populärere Tänze gibt, werden schon seit vielen Jahren verschiedene internationale Wettkämpfe ausgetragen. Der wohl bekannteste ist das „Battle of the Year“, welches 1990 das erste Mal in Hannover veranstaltet wurde. In den letzten 15 Jahren fand das „BOTY“ 12-mal in Braunschweig statt, 3-mal in Frankreich. 2016 wird der Wettbewerb erstmalig in Essen ausgetragen.

Und was genau beeindruckt mich so an Breakdance?

Akrobatische Elemente, komplexe Choreographien, verschiedene Stile vereint und das alles im richtigen Rhythmus des Liedes: Genau diese Mischung ist es, was Breakdance für mich ausmacht und was es so beeindruckend und einzigartig macht. Zudem spielt die Disziplin und Hingabe zum Tanzen eine große Rolle, die bei Breakdance einen besonders wichtigen Platz einnehmen. Denn egal ob in einer Einzelchoreographie oder in einer Gruppe, jeder verfolgt das Ziel, sich immer weiter zu verbessern.

Wen der Artikel neugierig gemacht hat und wer sich einmal ein eigenes Bild  machen möchte, dem empfehle ich, sich die YouTube-Kanäle „Battle Of The Year“ und „BBOYWORLD“ anzuschauen, sowie die Tanzfilme aus der „Step Up“-Reihe.

breakdancer

Benjamin Gätzschmann

Hallo! Im August 2016 habe ich meine Ausbildung zum Mediengestalter bei AhlersHeinel begonnen. Ich freue mich, dass ich hier in der Agentur sehr viel Praxiserfahrung sammeln kann und mit tollen Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeite.

1 Kommentar

  1. Petra Seidl · 6. Oktober 2016 Reply

    Vielen HERZlichen Dank
    für diesen tollen Beitrag!
    Bin (mit 56) auch schon ewig
    und immer noch fasziniert
    von Rap, HipHop etc. in Musik
    und Tanz.

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