Amsterdam – Europas quirligste Metropole

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Diesen Sommer habe ich eine neue Liebe entdeckt: Amsterdam! Als kleines Kind vor rund 25 Jahren war ich schon einmal da – lange, lange her! Höchste Zeit also, die alten Erinnerungen wieder aufzufrischen – auch wenn ich lediglich drei Tage dafür zur Verfügung hatte.

Amsterdam besitzt die größte Museumsdichte der Welt. Als Fan von jeder Art von Gestaltung war das durchaus eine der Hauptattraktionen für mich in der niederländischen Hauptstadt. Gerade bei schlechten Wetter bieten Rijks-, Stedelijk- und Van-Gogh-Museum nicht nur Schutz vor den Elementen, sondern auch renommierte Kunst aus der gesamten Menschheitsgeschichte. Alles liegt dicht beieinander, man erreicht alles locker zu Fuß, Straßenbahn oder per Boot (oder für besonders Wagemutige per Fahrrad).

Zum Glück spielte das Wetter die meiste Zeit mit und es blieb ausreichend Zeit, die Stadt zu erkunden. Etwas, das Amsterdam von anderen europäischen Metropolen unterscheidet, sind die Sehenswürdigkeiten. Klar, es gibt markante Gebäude im Stadtbild, aber man ist nie damit beschäftigt bestimmte Spots abzuklappern, nur um sie gesehen zu haben. Denn die gesamte Innenstadt, alles innerhalb des Grachtengürtels, strahlt dieses beschauliche Idyll in Ziegelrot, Schwarz und Weiß aus. Damit ist die Stadt sich selbst Sehenswürdigkeit genug. Man kann einfach der Straße (oder Gracht) folgen und sehen, wo es einen hinzieht.iam

Trotz nahezu tausend Jahren gewachsener Geschichte um einen herum fühlt sich Amsterdam nicht wie ein riesiges Freilichtmuseum an. Ganz im Gegenteil: Keine andere europäische Hauptstadt kam mir so lebendig, quirlig und multikulturell vor. Unter anderem ist das auch Amsterdams Offenheit geschuldet. Als bedeutende Hafenstadt einer Nation von Händlern und Seefahrern hat sie schon immer Menschen aus allen Winkeln der Welt angelockt. Durch Liberalismus und Toleranz bei Themen wie Drogen, Religion und Sexualität macht Amsterdam ihrem Titel als bunteste Stadt Europas alle Ehre. Allgegenwärtig ist ein lockeres Miteinander, getrieben von jugendlicher Neugier, stets auf der Suche etwas Neues zu entdecken und den offenen Geist mit Sinneseindrücken zu faszinieren.plakate

Dadurch wird ein Klima geschaffen, das Künstler, Designer und Intellektuelle anlockt. Die Stadt ist von gutem Design nahezu durchdrungen: liebevoll gestaltete Logos und Schilder, überall weisen interessante Plakate auf Veranstaltungen hin. Auf den kleinsten Räumen wie Treppenaufgängen und Grüninseln blühen kultivierte urbane Gärten. Nahezu alles und jeder informiert auf modernen Webseiten und Social Media; Einsatz von Technologien wie QR-Codes, NFC-Tags und bezahlen via Tap and Go gehört zum Alltag. In Amsterdam wird Dutch Design gelebt – jung, minimalistisch, aber immer mit dem besonderen Etwas, und ganz oft mit einer Prise trockenen Humor.grafitti

Natürlich ist Amsterdam auch eine traditionelle Stadt, mit Blumenmarkt, Läden für Käse und Holzschuhe, sowie dem Party-Rotlicht-Viertel, mit idyllischen Grachten, Unmengen von Fahrrädern und historischen Gebäuden. Aber daneben ist Amsterdam auch eine Weltstadt für Kunst, Design und Lebensart, jung, aufgeschlossen und mit Blick in die Zukunft.tulpenzwiebeln

Sebastian Wiesner

Ich bin Sebastian und lebe in Gifhorn, in Hannover und im Internet. Ich absolviere im Rahmen meiner Umschulung zum Mediengestalter Digital und Print ein Praktikum bei AhlersHeinel. Als Gegenpol zur schreibtischlastigen Monitorarbeit verbringe ich meine Freizeit entweder aktiv in der Natur mit meinem vierpfotigen Labrador-Motivator oder lesend im Sessel.

1 Kommentar

  1. Johannes · 25. September 2016 Reply

    Hallo Sebastian, schön das zu lesen und Deine Bilder zu sehen. Ich war diesen Sommer auch in Amsterdam, und es hat sich wie immer gelohnt! Ganz egal ob Du den ewigen Flohmarkt auf dem Waterloo Plein besuchen willst oder Dich für die Museen interessierst, es ist garantiert immer irgendwas Tolles dabei. Für mich steht fest: Ich fahre bald wieder hin!!! Viele liebe Grüße, Johannes

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