Sechzehn Stunden für die Kunst – mein Besuch im Albertina

Albertina

Renoir, Monet, Picasso, Francis Bacon – dies sind einige meiner Lieblingskünstler und von ihnen habe ich bereits viele Werke gesehen. Auch Edvard Munch gehört zu meinen favorisierten Künstlern, allerdings hatte ich von ihm bisher noch kein Werk gesehen, dies wollte sich ändern.

Im Frühling dieses Jahres ergab sich dazu die Möglichkeit. Das Albertina Kunstmuseum in Wien hatte eine Ausstellung über die Druckwerke von Edvard Munch im Programm. Kurzerhand beschloss ich also einen Wochenendtrip nach Wien zu unternehmen. Mit dem Flieger wäre es am einfachsten und schnellsten gewesen, allerdings waren die Uhrzeiten (sehr früh morgens und spät abends) eher unpassend. Also wählte ich die Direktverbindung mit dem Zug. Preislich gab es auch keinen großen Unterschied, da ich recht spät mit dem Buchen war. Der einzige Haken an der Sache, ich würde jeweils acht Stunden im Abteil sitzen, da es von Hannover nach Wien mit der Bahn eben doch kein kleiner Katzensprung ist. Aber wer etwas sehen und erreichen möchte, der muss dafür etwas tun und was sind schon sechzehn Stunden … Also habe ich auf Buchen geklickt, und mit der Biografie von Munch im Gepäck ging es dann nach Wien.

Die Fahrt hatte sich mehr als gelohnt

Als ich bei der Albertina ankam, stellte ich fest, dass noch zwei weitere Sonderausstellungen liefen. Auf meinem Zettel hatte ich die Munch-Ausstellung, aber von den Ausstellungen „Welten der Romantik“ und „Von Monet bis Picasso“ hatte ich nichts gewusst. Positiv überrascht betrat ich das Museum und ließ mich in den Bann der Bilder ziehen. Gefühlt habe ich über fünf Stunden in der Albertina verbracht und durfte in dieser Zeit Werk von Caspar David Friedrich über Munch bis Picasso betrachten.

Ein unerwartetes Highlight

Edvard Munch: Der Schrei; Lithografie, 1895. Abbildung gemeinfrei / Public Domain

Edvard Munch: Der Schrei; Lithografie, 1895. Abbildung gemeinfrei / Public Domain

 

Ganz klar hat mir bei der Munch-Ausstellung die Druckgrafik von dem Bild „Der Schrei“ am meisten zugesagt. Das Bild ist wahrlich ein Meisterwerk, aber auch seine anderen Werke sind beeindruckend. Auf ein anderes unbezahlbares Highlight stieß ich in der Ausstellung „Von Monet bis Picasso“. Es handelt sich um das Gemälde „Frau mit grünem Hut“ von Pablo Picasso. Zu diesem Bild habe ich eine ganz besondere Beziehung: In der 10. Klasse habe ich es für ein Referat gemalt, seitdem ziert es meinen Flur, und mein Wunsch war es, eines Tages das Original zu sehen. Als ich den letzten Raum betrat, hing es dann vor mir, als hätte es die ganzen Jahre auf mich gewartet. Ich glaube, ich habe das Bild über eine halbe Stunde betrachtet und zu sagen, es hat meine Erwartungen übertroffen, wäre untertrieben.

Das Original von Picasso kann man in der Albertina in Wien bewundern. Exklusiv im AhlersHeinel-Blog seht ihr meine Version der »Frau mit dem grünen Hut«

Das Original von Picasso kann man in der Albertina in Wien bewundern. Exklusiv im AhlersHeinel-Blog seht ihr meine Version der »Frau mit dem grünen Hut«

Mein Fazit des Albertina

Ich würde jeder Zeit wieder sechzehn Stunden für die Kunst opfern, und die Albertina in Wien ist mehr als ein Besuch wert. Im Nachhinein hat sich der Besuch für mich doppelt gelohnt, da ich neben der Munch-Ausstellung ein lang gesuchtes Bild gefunden habe. Manchmal tauchen die Dinge einfach auf, wenn man nicht danach sucht … in diesem Sinne bis zur nächsten Kunst-Ausstellung. Ein Highlight in der Albertina ist zum Beispiel die Ausstellung „Seurat, Signac, van Gogh – Wege des Pointillismus“ (16. 9. 2016 bis 8. 1. 2017); mal sehen – vielleicht klappt es dann ja mal wieder mit einem Kurztrip nach Wien.

Anja Brüggemann

Seit August 2013 gehöre ich zum AhlersHeinel-Team. Nicht nur auf beruflicher Ebene interessiere ich mich für Gestaltung und Design – auch privat bin ich der Kunst und Kreativität verfallen. Ich male sehr gern mit Ölfarben, außerdem tanze ich Ballett.

Sag etwas dazu